Praxis für Systemische Psychotherapie, Hochsensibilität & Klangtherapie -                                          Coaching in Einzel-, Paar- und Familientherapie                                                                                                         

Sandra Ganz - Heilpraktikerin Psychotherapie (HPG)

Hochsensibilität bei Kindern

Wie äußert sich Hochsensibilität speziell bei meinem Kindern?

 

Die Charakteristik

Es gibt Kinder die wirken nachdenklicher und mitfühlender als andere und zeigen gleichzeitig eine größere Empfindlichkeit gegenüber Stress jeglicher Art. Sie scheinen sehr sensitiv zu sein oder sie neigen zu unvorhersehbaren Gefühlsausbrüchen, welche entweder wütend-aggressiv sind oder eher traurig-defensiv. Zumal wirken diese Kinder oft sehr schüchtern, knüpfen nicht so leicht Kontakt zu Gleichaltrigen, spielen für sich alleine oder haben sich zurückgezogen.
Sie achten auf Dinge und Details, die anderen Menschen gar nicht so auffallen würden.
Sie sind umsichtig, nehmen Rücksicht auf andere und sind sehr mitfühlend. Gerne zeigt sich diese große Empathie auch in einer ausgeprägten Tierliebe.

Da hochsensible Kinder sehr neugierig und wissbegierig sind, stellen sie kluge Fragen und haben eine ausgeprägte Fantasie. Daher können sich Eltern manchmal nicht erklären, was alles in dem kleinen Kopf Ihres hochsensiblen Kindes vorgeht. Oft kommen dann Sätze wie worüber denkst du jetzt schon wieder nach“, „sei doch nicht so empfindlich“ oder „Kind, was hast du wieder für eine Fantasie“ und „Fragen, Fragen, Fragen, was du immer alles wissen willst“.

Auch können Kleidungsstücke, die einengen, kratzen oder die Materialbeschaffenheit nicht vertragen wird sowie Probleme beim Essen von verschiedenen Konsistenzen auftreten. Hinzu kommt, dass Stress jeglicher Art (Lärm, flackerndes Licht, starke Gerüche, Kälte, Wärme, Hunger, Durst, Menschenmengen) Ihr Kind schnell an seine Grenzen bringt.


Weitere Charakteristik Ihres Hochsensiblen Kindes - Mein Kind ist anders

  • Mein Kind erschrickt leicht
  • Mein Kind hat empfindliche Haut und stört sich an kratzender Kleidung, verträgt keine Nähte in Socken oder Etiketten in T-Shirts.
  • Mein Kind mag keine großen Überraschungen.
  • Durch sanfte Belehrung erreiche ich bei meinem Kind mehr als durch Strafen.
  • Mein Kind scheint meine Gedanken lesen zu können.
  • Mein Kind drückt sich für sein Alter sehr gewählt aus.
  • Mein Kind kann nach einem aufregenden Tag schwer einschlafen.
  • Mein Kind kommt schlecht mit Veränderungen klar (z.B. Eingewöhnung im Kindergarten, Schule, Hort etc.).

Machen Sie hier den Test, ob Ihr Kind hochsensible ist oder klicken Sie auf das Kinderbild.


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Die Forschung von HSP

Die amerikanische Professorin und Psychotherapeutin Dr. Elaine N. Aron hat sich seit den 1990er Jahren in Forschungsarbeiten eingehend mit dem Thema Hochsensibilität auseinandergesetzt und hierzu auch Bücher veröffentlicht. Durch Ihre Studien belegt Sie, dass ca. 15 – 20% aller Menschen zu der Gruppen von Hochsensiblen gehört (Highly Sensitive Person). Dabei ist dies keine Krankheit, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal.


Die Wahrnehmung

Die Besonderheit von Hochsensiblen liegt zum einen in einer verstärkten Wahrnehmung aufgrund neurologischen Faktoren und in der Art der Reizverarbeitung. So nehmen sie Einflüsse von Außen, wie z.B. Lärm, Geräusche, schlechte Luft oder Zugluft, grelles Licht, Druck oder Reibung von Kleidung viel intensiver wahr als nicht hochsensible Menschen. Dadurch können Sie störende Einflüsse weniger gut ausblenden, fühlen sich schnell abgelenkt, überfordert oder genervt und ausgelaugt.


Die Reizverarbeitung

Ein Charakteristikum von Hochsensiblen Menschen ist, dass sie im Vergleich zu nicht-Hochsensiblen deutlich früher einen Zustand der Reizüberflutung erreichen.

Reize von Innen werden ebenso schlechter gefiltert. So lassen sich Hochsensible schneller verunsichern, hegen oft Selbstzweifel, fühlen sich anders oder nicht dazugehörig und übernehmen oft negative Stimmungen von anderen Menschen auf. Bedingt wird dies durch Sätze aus Ihrem persönlichen Umfeld wie „stell dich doch nicht so an“ und „du bist aber heute wieder empfindlich“ oder „was hast du denn jetzt schon wieder“. Unzählige Male haben Betroffene diese Aussagen gehört, die nachhaltig Ihr Selbstbild prägt und negativ beeinflusst.

Hier ist es angebracht, das Bild von Hochsensiblen Menschen zu erklären und zu verstehen, denn HSP ist keine Krankheit oder Schwäche, sondern eine Besonderheit in der Reizverarbeitung und Wahrnehmung. Dabei sind besonders Hochsensible oftmals sehr zuverlässige und gewissenhafte Persönlichkeiten, sie sind vorausschauend, sehr einfühlsam und umsichtig und setzen sich mit großer Stärke und Idealismus für andere ein. Und genau hier liegt Ihre Chance.


Körperliche Eigenschaften

  • Mein Kind erschrickt leicht.
  • Mein Kind hat empfindliche Haut und stört sich an kratzender Kleidung, verträgt keine Nähte in Socken oder Etiketten in T-Shirts.
  • Mein Kind ist sehr geruchsempfindlich, sogar bei sehr schwachen Gerüchen.
  • Mein Kind kann nach einem aufregenden Tag schwer einschlafen.
  • Mein Kind ist sehr schmerzempfindlich.
  • Mein Kind ist sehr lärmempfindlich.


Soziale Kompetenzen

  • Durch sanfte Belehrung erreiche ich bei meinem Kind mehr als durch Strafen.
  • Mein Kind scheint meine Gedanken lesen zu können.
  • Mein Kind drückt sich für sein Alter sehr gewählt aus.
  • Mein Kind fühlt sich mit Tieren sehr verbunden.
  • Mein Kind ist sehr einfühlsam.


Persönlichkeitsmerkmale

  • Mein Kind drückt sich für sein Alter sehr gewählt aus.
  • Mein Kind hat einen klugen Sinn für Humor.
  • Mein Kind stellt viele Fragen und denkt quer bzw. hinterfragt viel.
  • Mein Kind ist perfektionistisch oder quengelt wenn etwas nicht gleich klapp


Die Gaben

Fragt Ihr Kind schon in jungen Jahren nach dem Sinn des Lebens, nach Leben und Tod?
Oft werden Eltern mit diesen Themen sehr überraschend konfrontiert und stellen fest, dass sie sich selbst damit bisher gar nicht oder zu wenig beschäftigt haben.
Über ihre Jahre hinaus sind hochsensible Kinder darum oft zu jungen Ratgeber von erstaunlicher ursprünglicher Weisheit, so dass Eltern aufgefordert sind, ihren Kindern die Unbeschwertheit ihres Alters zu erhalten und sie nicht zu früh zu kleinen Erwachsenen zu machen oder machen zu lassen. 


Die Freizeitgestaltung

Ihr Kind wählt seine Freunde sehr sorgfältig aus oder hat sehr wenige Freundschaften und neigt eher dazu, alleine zu spielen oder ein Einzelgänger zu sein? Oder Ihr Kind fühlt sich Tieren gegenüber sehr verbunden?

Auch kann Ihr Kind stundenlang Lesen oder Musizieren, beobachtet Tiere oder verkriecht sich in seiner selbstgebauten Höhle oder im Baumhaus, um seine Freizeit selbst zu gestalten?

Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Ihr Kind nicht kontaktfähig ist und zum „Eigenbrötler“ wird.Oft übertragen sich hier die Sorgen und Nöten von Eltern, da sie nur das Beste für Ihr Kind möchten. Der Anspruch der Eltern in Bezug auf Leistung, viele Hobbies, Aufgaben usw. gegenüber Ihrem Kind sollte dahingehend minimiert werden und ebenso die nötigen Rückzugsmomente akzeptiert werden. So verhindern Eltern, dass Ihr Kind aufgrund von gefühltem „Leistungsdruck“ an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen verliert. WENIGER IST MEHR.

 

Meine Methoden

Gerne unterstütze ich Sie beim Schaffen neuer Rituale und Regeln, damit Ihr Kind eine feste Struktur findet. Dies gibt ihm Sicherheit und hilft dabei, sich in einer lauten hektischen und chaotischen Welt zurecht zu finden. So ist z.B. der Kindergartentag oder der Schulvormittag schon genug Stress, denn alle Eindrücke, die auf das Kind einprasseln, werden auch gefühlt und müssen verarbeitet werden. So sind Rückzugsmomente im Alltag sehr wichtig. 


Für weitere Informationen rufen Sie mich an unter 0151 - 2001 6006 oder schreiben Sie mir eine Email an ganz-heitlich@web.de, damit ich mit Ihnen in Kontakt treten kann.